Die richtige Service-Antwort — vor der Anlage, in Minuten
Statt in fünf Quellen gleichzeitig zu suchen, scannt der Techniker das Typenschild und bekommt die zutreffende Prozedur mit Manual, Version, Seite und Bounding-Box.
Über den Kunden
Der Hersteller baut Investitionsgüter mit 15–25 Jahren Lebensdauer und einem wachsenden Service-Anteil. Sein Service-Team betreut tausende Anlagen über mehrere Generationen und Varianten — jede mit eigenem Baujahr, eigener Variante und eigenem Software-Stand.
Die Herausforderung
Vor jeder Anlage suchte der Techniker in fünf Quellen gleichzeitig: Hersteller-Handbücher in mehreren Versionen, Komponenten-Manuals der Zulieferer, Ersatzteil-Listen im ERP, frühere Tickets, Wiki — 30 bis 90 Minuten Such-Zeit pro Einsatz, während die Anlage stand.
Fehler-Codes waren tückisch: derselbe Code „E-23“ bedeutete bei zwei Steuerungs-Generationen Unterschiedliches. Halb-richtige Volltext-Treffer führten zur falschen Reparatur-Prozedur.
Das Wissen über alte Generationen steckte im Kopf erfahrener Techniker — die in Rente gehen. Dazu Mehrsprachigkeit bei Zulieferer-Manuals und mobilen Technikern.
„Der entscheidende Unterschied ist nicht, dass es schneller sucht — sondern dass es die richtige Version für genau diese Anlage findet. Eine Volltext-Suche kann das nicht.“
Die Lösung
Jede Anlage erhält eine kuratierte Identität — Baureihe, Variante, Software-Stand, Standort. Alles weitere Wissen (Manuals, Bulletins, Tickets, Ersatzteile) ist daran gebunden, nicht an einen Volltext-Index.
Der Techniker scannt das Typenschild; die Anlage ist identifiziert. Auf „Fehler E-23“ liefert Piko die zutreffende Prozedur mit Manual-Titel, Version, Seite und Bounding-Box der zitierten Stelle — dazu der passende Ersatzteil mit Sach-Nummer und Lieferbarkeit.
ERP, PDM und Helpdesk bleiben System-of-Record. Piko verknüpft, sucht und antwortet, verändert aber nichts. Servicetechniker:innen bestätigen anwendbare Prozeduren beim Einsatz; ihre Korrekturen verbessern das Mapping.
Das Ergebnis
Die reine Such-Zeit pro Einsatz sank von rund 60 auf etwa 10 Minuten — die Anlage steht kürzer, der Kunde wartet weniger.
Gefährliche Cross-Anwendungen — eine Prozedur, die für die ähnlich aussehende Variante gilt, aber nicht für diese — werden durch die kuratierte Begriffs-Welt vermieden.
Service-Engineering und Konstruktion lernen erstmals aus Feldzahlen statt aus Anekdoten: häufigste Fehler-Codes pro Baureihe, Ersatzteile mit überdurchschnittlicher Ausfall-Rate.
- −83 %
- Such-Zeit pro Service-Einsatz
- Pixel-genau
- Quell-Verweis bis zur Bounding-Box
- 1 Baureihe
- Pilot-Scope, 50–200 Assets im Feld
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